by EstherNestle on 13. April 2011

Texter mögen Katzen. Durchstöbere ich im Geiste das Umfeld meiner mir persönlich bekannten Texterkollegen, dann komme ich auf die sagenhafte Quote von 2:1 = auf zwei Texter kommt eine Katze.
Und glauben Sie mir, ich kenne nicht wenige dieser besonderen Spezies Mensch! Im halben Texterkosmos scheinen Texter das Wirtstier für die Katz` zu geben: Sie bieten den miauenden Fellbüscheln Kost, Körbchen, Katzenklappe und teure Arztbesuche.

Katzen kratzen, Katzen schleppen halbtote Nager zum Verwesen in den Keller und allergenfrei sind sie auch nicht. Woher rührt also diese auffällig häufige Liaison zwischen Texter und Katze?

Texter sind Einzelkämpfer. Schreibtisch-Eremiten. Originale sowieso. Und gerne auch Querdenker. Sie brauchen stundenlange Ruhephasen. Mit Ruhe meine ich nicht arbeitsfrei. Mit Ruhe meine ich störungsfreie Zone. Egal ob Texter gerade stirnrunzelnd grübelnd in den tiefen Gewässern ihres neuen Projektes umhertauchen oder wie wild Buchstaben aus ihrer Tastatur raushacken – das MENSCHLICHE Umfeld KANN in dieser oder jener Phase nur verlieren.

Hallo, ich bin wieder daaa..!!“ Hhmm. „Soll ich uns was Schönes kochen?“ Verlockendes Angebot. Aber NICHT JETZT. „Mama, ich brauch Deine Hilfe. Sofort.“ Grrmmpfff … Genau so muss sich eine Katz` auf der Pirsch fühlen: Geduldiges Rumschleichen um den heißen Maus-Brei. Stundenlanges Kreisen und Warten auf das Katerfrühstück nach durchgemachter Nacht. Aber jetzt: Im Mauseloch da tut sich was … Die Katze setzt zum Sprung an. Just in diesem Moment heult der Rasenmäher auf! Und zu allem Überfluss schlurft Nachbars` Bello mit gefährlichem Bissblick böse knurrend um die Ecke…

Wer die Signalübertragung von den nachweislich gaaanz besonders sensiblen (jaaa) Texter-Synapsen kappt, kippt gerade sich formende Hirnwindungsgebilde und Buchstabenkreationen weit weg, in unerreichbare Untiefen des Universums. Das ist, als wenn Herr und Frau Maus dank Biss-Bello und Brumm-Mäher in den tiefsten Winkel ihrer Lochwohnung rennen und dort auf hast-du-sie-nie-mehr-gesehen verharren. Und in beiden Fällen ist großer Katzenjammer die unausweichliche Folge. :-(

Texter und Katzen sind seelenverwandt. So scheinen Katzen die einzigen Lebewesen zu sein, deren Anwesenheit jeder zweite Texter unter der Sonne während seiner mühsamen Buchstabe-um-Buchstabe-zusammenklaubenden Arbeit nicht nur duldet sondern stetig streichelnd fördert. Miau! :-)

Esther Nestle
www.nestle-werbetexten.de

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