Bernfried Opala: „Wieso schicken Sie ihre USP nicht endlich in den wohlverdienten Ruhestand?“

by Beo on 27. Mai 2014

Konzentrieren sich auf eine Methodik die tatsächlich funktioniert, wie der Trick mit den Kaffeekapseln.

In den 80ern war die USP der Fels in der Brandung jedes Geschäftstreibenden und jeden Unternehmers.

Damit hoben Sie sich von Ihren Mitbewerbern ab und platzierten sich am Markt.

So hielten Sie Ihre Existenz aufrecht und waren wettbewerbsfähig.
Vorbei sind diese Zeiten.
Ihre liebgewonnene USP zieht nicht mehr. Schicken Sie sie getrost in den wohlverdienten Ruhestand.

Warum?
Weil, der Markt teils so eng ist, die Produkte so ähnlich, dass sich ein wirkliches Alleinstellungmerkmal kaum mehr herauskristallisieren lässt.

Außerdem sind Ihre Kunden heute anspruchsvoller. Sie wollen mehr, als nur zwischen A und B abwägen. Sie wollen emotional angesprochen werden.

Schwenken Sie um auf ESP: Emotional Selling Proposition. Hier ist der emotionale Faktor die entscheidende Größe. Finden Sie heraus, mit welchen Emotionen Ihre Zielgruppe angesprochen werden will.

Apple setzt ESP perfekt um.
Daher auch die Fans, die bei Produkteinführungen vor den Geschäften übernachten bzw. Schlange stehen und das neue Produkt unbedingt haben wollen.

Sie merken es schon, ESP besteht aus einem komplexen System, damit aus Interessenten, Kunden und dann richtige Fans werden. Und die Fans sorgen dann dafür, dass die Botschaft viral über die Social-Media-Kanäle verbreitet wird.

Ein weiteres Beispiel ist der George-Clooney-Effekt.
Er geht auf den Schauspieler George Clooney zurück. In unserem Fall sind es Kaffeekapseln. Genauer gesagt Nespresso. Der Marktführer Nestlé steigerte seine Umsatzzahlen im zweistelligen Bereich mit seinen Kaffeekapseln, denn Nespresso-Chef Gerd Berssenbrügge engagierte den Schauspieler George Clooney und hatte damit eine gute Nase.

Denn der Schauspieler spricht Menschen an, weil er mit besonderen Merkmalen ausgestattet ist.

Ein paar besondere Merkmale von George Clooney: Attraktives Aussehen, hoher Beliebtheits- und Bekanntheitsgrad. Der sympathische Eindruck führt zum zugestehen weiterer positiver Merkmale. Somit verkörpert George Clooney genau das, was ihm zugesprochen wird. Und die Werbung nutzt diese Merkmale und verbindet sie gekonnt mit dem Genuss des Kaffees aus den Nespressokapseln. Und spricht folglich viele Menschen an, was die Umsatzzahlen beweisen.

Was bedeutet das nun für Ihre Verkaufstexte?
Nutzen Sie den George Clooney Effekt und bringen Sie soviel Emotionen mit ins Spiel wie irgend möglich.

Und für Ihr Unternehmen gilt: Überlegen Sie sich, wie Sie (falls Sie es noch nicht getan haben) sich von Ihrer USP verabschieden und sich in Richtung ESP orientieren.

Hier noch der Link zum George Clooney Effekt und den beliebten Kaffeekapseln: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steigender-absatz-deutsche-lieben-kaffee-aus-kapseln-1.1890117

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Stefan Thönes Februar 17, 2015 um 13:09

Wohl wahr! Ein besseres Beispiel als Apple oder Nespresso für die erfolgreiche Kultivierung eines “ESP” gibt’s wohl nicht. Das Look and Feel, das Image einer Marke sowie “chic” zu sein sind heute für eine Marke überlebenswichtig.

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