Die richtigen Worte…

by Martina Roters on 11. Oktober 2007

… sind Gold wert.

 
Sie spenden Trost,

bringen Liebende zusammen,

retten Leben,

und sie helfen Menschen, eine wichtige Entscheidung zu treffen:

 
An Fronleichnam traf ich bei einem Besuch in der Heimat unverhofft eine Schulfreundin, die mittlerweile als Heilpraktikerin arbeitet. Wir hatten beide schon Verpflichtungen an dem Tag, so dass nur Zeit für ein kurzes Gespräch blieb, während wir gemeinsam halfen, die Bänke vom Festgottesdienst wegzuräumen. Sie klagte darüber, dass sie sich nicht richtig verkaufen könne, es nicht fertigbrächte, Werbung für sich selbst zu machen. Dabei ist sie sicher eine gute Heilpraktikerin, der sich sogar meine Mutter schon anvertraut hat. Ich sagte ihr Folgendes:

 „Ich kenne dich lange genug, um zu wissen, dass dir das Wohl deiner Patienten über alles geht. Daran hat sich doch nichts geändert?”

„Natürlich nicht!.”

„Und du tust jedesmal alles, was in deiner Macht steht, um zu heilen.”

„Selbstverständlich.”

„Umgekehrt wird dann ein Schuh draus:

Siehst du, du bist in einem Bereich tätig, wo sich ungeniert alle möglichen Scharlatane tummeln, die es nur auf das Geld der Leute abgesehen haben. In deinen Händen wären sie viel besser aufgehoben. Du  hast also geradezu eine moralische Verpflichtung, Werbung zu machen für dich selbst.”

Ich weiß nicht, ob sie heute mehr Eigenwerbung betreibt, doch ich denke ich habe in dem Moment die richtigen Worte getroffen.

 
Nichts anderes ist die Aufgabe von Werbetext: Menschen zu einer positiven (Kauf)Entscheidung zu verhelfen.

Das ist überhaupt nicht einfach, da Werbung an sich einen schlechten Ruf hat („alles bloß Werbung!”). Es kann uns allen nur daran gelegen sein, diesen Ruf zu verbessern, indem wir nur Texte schreiben, die wir auch vertreten können.

Im übrigen ist das kurzfristigere Geschäftsmodell, das auf dem Rücken der Kunden auf den schnellen 1x-Erfolg zielt, bekanntermaßen auch das kurzsichtigere.

Dabei bin ich davon überzeugt, dass ein sehr guter Texter gar nicht in der Lage ist, einen erstklassigern Text für ein Produkt zu schreiben, hinter dem er nicht 100%ig steht.

Denn abgesehen von aller Textarchitektur, allen Kunstgriffen und was wir sonst so auf Lager haben, fliegen jedem Texter die wirklich genialen Ideen aus der unendlichen Weite seines Unterbewußtseins zu. Und wenn da die Weichen nicht richtig gestellt sind, ist das Ergebnis vorprogrammiert. 

Bestenfalls kommt dann ein ordentlicher Text heraus, der das Honorar rechtfertigt.

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Martina Roters Oktober 18, 2007 um 17:01

Als läge es in der Luft… Heute bekam ich eine E-Mail von Mark Widawer, dessen LandingPageCashMachine ich kürzlich gekauft hatte mit folgendem Inhalt: (Ich lasse es aus Zeitmangel auf Englisch und hoffe niemanden zu verärgern)  You've heard me mention a few times in the last few emails I've written to you about "influencing" your readers.  It sounds like a bad thing. "Influence"Like you're tricking someone. But you're not doing that at all. What you're really doing is helping them understand that the solution you have for them is what they are looking for. Remember, they're out searching for what you have to offer. That's how they ended up on your page in the first place. Whether it's from a Google search, a link from an article, or an affiliate link from another marketer.  Here's how I look at it. You're offering what many people need. They've been searching all over the web for what you've got to offer. And they've finally landed on your web page.  If you don't make it abundantly clear that what they are looking for is HERE, right in front of their eyes, and they leave without buying, you've actually done them a DISSERVICE.  They're going to keep on looking, not realizing that the end of their search was moments away.  That's a waste of their time, their energy, and your money.If you were the buyer, wouldn't that frustrate you?So, I think it's your duty to do what you can to make it abundantly clear that what they are searching for is exactly what you have to offer.  So do your best to make it clear to them . . . with your web copy, your offer, your tactics, your web page design. . . . that's all part of your job.  To Your Success,–Mark

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