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Bis gestern wusste ich noch nicht einmal, dass sich dieses Tierchen schon vor Jahrzehnten als Dauermieter bei mir einquartiert hat. Soll ich nun schockiert sein - schließlich muss ich es regelmäßig durchfüttern (!), oder soll ich mich mit dessen ständiger Gesellschaft abfinden --- und dieses süße kleine Fellknäulchen vielleicht sogar genießen?! Ja, ich stehe dazu: Ich beherberge ein Inneres Kleines Faultier, ein IKF eben.

Dieses nette Bild für die Lust auf`s Nichtstun (bzw. nichts Produktives tun) gebrauchte gestern Abend Prof Dr. Seiwert in seinem Vortrag "Simplify your time". Ja, Ihr wisst schon - DER Professor Doktor Seiwert, auch genannt der Papst des Zeitmanagements. Wahrscheinlich ging`s den meisten Zuhörern ähnlich wie mir: Wirklich revolutionär Neues erfuhr man in dem Vortrag nicht. Schließlich kommt man in keinem Buchladen mehr an Simplify-Themen vorbei, ganz zu schweigen vom VNR-Newsletter-Bombardement zu diesem Modetrend . . .

Aber unterhaltsam war`s. Faszinierend fand ich die zum Teil sehr plastischen Bilder, derer er sich bediente:

- Man stelle sich jede Lebensrolle, die man innehat, als "Lebenshut" vor. Wie viele Hüte kann ich übereinandergestülpt tragen, bevor mir das ganze Gebilde vom Kopf rutscht? - Dieses Bild hat Prof. Seiwert bestimmt für einen ganz speziellen Profitexter entworfen ;-)))

- Wenn du loslässt, hast du 2 Hände frei

- Du willst weiter nach oben? Ballast abwerfen! --> Bild Heißlufballon

- Viele kleine Steine im Glas als Bild für die tausenderlei unerledigten Dinge im Leben. Wer nun versucht, seine paar Kieselsteine = wirklich Wichtiges AUF dem "Schuttberg" zu platzieren, dessen Glas ist zu voll. Wer jedoch die Reihenfolge ändert und ZUERST die großen Brocken im Glas verteilt, der macht die interessante Erfahrung, dass die vielen Tagesgeschäft-Krümelchen durchrieseln und sich so an die großen Brocken anpassen, dass - oh Wunder - alles im Glas Platz findet. --> Konzentriere dich auf die großen Steine: "Put the big rocks first"

- Bild "Elefant": Prof. Seiwert zog und schubste die große, alte Elefantendame aus der Wilhelma (für alle Nicht-Schwaben: das ist der Stuttgarter Zoo) nach vorne und markierte jedes der vier wuchtigen Beine mit einem Zettel: Körper - Leistung/Arbeit - Kontakte - Sinn. Gerät nur eines dieser vier Beine außer Balance, kann auch ein so starkes Tier wie unser Elefant sich nicht mehr aufrecht halten. Könnt Ihr Euch den Krach auf dem Podium vorstellen, als die große, alte Dame einstürzte?--- Schade eigentlich, dass dieser Elefant nur in meiner Fantasie da vorne stand. . .

- ein letzets bild: nehmt einen zollstock in die hand. Brecht ihn bei der Zahl 82 ab. Stellt Euch vor, jede Zahl entspricht einem Lebensjahr. Legt den Daumen auf die Zahl, die Eurem jetzigen Alter entspricht. Links - [] die Vergangenheit. Rechts - die Lebenszeit , die statistisch gesehen noch auf Euch, auf uns wartet. Diese Spanne ist nicht unendlich, auch wenn es im Alltag oft so erscheint. Höchste Zeit, das Leben fortan bewusster zu gestalten.

Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens. Ich werde versuchen, was daraus zu machen! Und wisst Ihr was - mein IKF darf bei mir wohnen bleiben. . .

 Liebe Grüße, Esther Nestle

 


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